Herstellung eines Colop Stempelautomaten

Jeder Colop Stempel, der heutzutage hergestellt wird, findet seine Anfänge auf dem Skizzenblock eines Designers. Auf dem Computer werden von Grafikern erste Entwürfe erstellt, wenn eine neue Stempelreihe auf den Markt gebracht werden soll. Ist das Design ansprechend und genehmigt, so müssen Programmierer die notwendigen Arbeitsschritte programmieren, damit die Einzelteile des Stempelautomaten maschinell hergestellt werden können. Die wichtigsten Komponenten sind hierbei das Stempelkissen und natürlich die Druckplatten.

Stempelkissen sind, je nach Stempelautomatenmodell, ein- oder mehrfarbig. Hierbei können die Farben in unterschiedlichen Proportionen angeordnet sein. Dies ist immer abhängig davon, was für ein Motiv oder Text auf dem Stempel vorgesehen ist und wie dieser aufgeteilt ist. Das Stempelkissen wird, angepasst an die Berechnungen des Computers, in mehrere Felder eingeteilt, die voneinander getrennt werden. Dann werden die separaten Flächen mit hochwertiger Stempeltinte befüllt. Das Stempelkissen ist nun fertig gestellt.

Nachdem das Stempelkissen und die Stempel-Gehäuse fertig produziert wurden, kann der gesamte Stempel zusammengebaut werden. Dies erfolgt nach wie vor in Handarbeit, da zum Beispiel filigrane Federn eingesetzt werden müssen, die den Mechanismus des Selbstfärbens der Stempelautomaten ermöglichen: eine aufwendige Arbeit, die maschinell nicht zu leisten ist. Das Stempelgehäuse ist meist ein Massenprodukt und mit vielen Stempelautomaten kompatibel, sodass es nicht extra angefertigt werden muss. Der Kunde hat jedoch die Möglichkeit, dieses auf Wunsch noch bedrucken zu lassen, um seinem Colop Stempel eine ganz persönliche Note zu verleihen, bevor dieser dann an ihn geliefert wird.

Die Colop Stempelplatten selbst stellen das Herzstück eines jeden Stempelautomaten dar. Ob es sich um einen Standardtext handelt oder eine individuelle Anfertigung ist hierbei egal. Zunächst muss der gewünschte Text, das Motiv oder eine Kombination aus beidem im Computer als Grafik programmiert werden. Diese wird dann an einen Hochleistungs-Lasergravurgerät angeschlossen, welches die Daten vom Computer auf die Stempelplatte überträgt. Reihe für Reihe graviert der Hochleistungslaser in 1mm Tiefe die gewünschten Texte und Motive in die Stempelplatte. Dies geschieht natürlich spiegelverkehrt, damit der Stempelabdruck selbst später richtig herum abgebildet wird.