Begriff
Ein Permastempel ist ein Dauerstempel, bei dem die Stempelplatte selbst als Farbdepot dient. Im Gegensatz zu Holzstempeln braucht er kein separates Stempelkissen. Permastempel werden häufig auch als Flashstempel oder Pre-Inked Stempel bezeichnet und sind für viele tausend, gleichmäßige Abdrücke ausgelegt.
Wie funktioniert ein Permastempel?
Das Prinzip ist simpel: Die Stempelplatte besteht aus einem mikroporösen Material, das bereits mit Stempelfarbe getränkt ist. Beim Stempeln wird die Farbe direkt über die Platte an das Papier abgegeben. Dadurch entstehen sehr gleichmäßige, oft besonders „satte“ Abdrucke – gerade bei Logos, feinen Linien oder großen Flächen ein Vorteil gegenüber manchen klassischen Selbstfärbern.
Aufbau und Herstellung
Permastempel haben in der Regel ein Kunststoffgehäuse, in dem die eingefärbte Stempelplatte sitzt. Das Stempelbild wird bei vielen Systemen per Flash-/Belichtungsverfahren oder per Laser in die Platte eingebracht, sodass druckende und nicht druckende Bereiche sauber definiert sind. Weil die Platte etwas zurückgesetzt sitzt, lässt sich der Stempel meist gut positionieren, bevor der Abdruck mit leichtem Druck ausgelöst wird.
Vorteile
Permastempel sind schnell, sauber und effizient: kein extra Kissen, keine Drehbewegung wie bei klassischen Selbstfärbern, und sehr viele Abdrücke am Stück. Je nach System sind zehntausende Abdrucke möglich, bevor nachgetränkt werden muss. Besonders attraktiv ist die Detaildarstellung – feine Logos und große Farbflächen wirken häufig sehr gleichmäßig.
Nachteile und typische Fehler
Das Nachtränken kann ungewohnt sein, wenn man nur klassische Stempel kennt: Es wird nicht ein Kissen gewechselt, sondern die Platte wieder mit geeigneter Farbe versorgt. Bei falscher Lagerung kann die Platte austrocknen oder verschmutzen, weil sie konstruktionsbedingt „offener“ liegen kann als bei manchen Selbstfärbern. Deshalb ist saubere Aufbewahrung wichtig – am besten mit Schutzkappe bzw. so, dass die Platte nicht ständig Staub abbekommt.
Nachtränken: Welche Farbe braucht man?
Für Permastempel bzw. Flashstempel sollte eine passende Nachtränkfarbe verwendet werden, die für das jeweilige System ausgelegt ist. Ein konkretes Beispiel ist die Colop EOS Flash Farbe (25 ml), wenn du mit EOS-/Flashsystemen arbeitest. Wer lieber über Herstellerkategorien sucht, findet entsprechende Varianten auch unter Colop Stempelfarben (dort werden u. a. Flash- und UV-Varianten geführt).
Typische Einsatzbereiche
Permastempel sind ideal, wenn viele Abdrücke in kurzer Zeit benötigt werden – zum Beispiel als Absender-/Adressstempel, Firmenstempel mit Logo, Prüfvermerke oder Kennzeichnungen im Büro und in der Verwaltung. Für den mobilen Einsatz sind kompakte Flash-Modelle beliebt, etwa der Colop EOS Stamp Mouse 30 oder die runde Variante Colop EOS Stamp Mouse R 40.
Für sehr glatte Untergründe (z. B. Fotopapier, Metall oder Glas) sind klassische Permastempel nicht automatisch geeignet. Hier gibt es Speziallösungen wie den Trodat Dryteq – Permanentstempel, der für schnelltrocknende Abdrücke auf glatten Materialien ausgelegt ist.
Abgrenzung zu Selbstfärbestempeln
Selbstfärbestempel arbeiten mit einem separaten, integrierten Stempelkissen, das die Platte bei jedem Stempelvorgang erneut einfärbt. Beim Permastempel steckt die Farbe direkt in der Platte. Das macht Permastempel oft schneller und gleichmäßiger bei Serien – dafür ist das Thema Nachtränken und Lagerung etwas wichtiger.